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SACHVERSTÄNDIGENPRÜFUNG VON HEIZÖLTANKANLAGEN

Zweckmäßigkeit

Die Prüfung durch einen zugelassenen Sachverständigen von Kellertanks ab einem Fassungsver-
mögen von 10.000 Litern und unterirdischen Tanks , ist in regelmäßigen Abständen gesetzlich vor-
geschrieben. Bei der Prüfung wird ein Gutachten erstellt, das an die jeweilige Wasserschutzbehörde
bzw. das zuständige Landratsamt weitergeleitet wird.

Die Tankanlagen-Prüfung wird im Normalfall alle 5 Jahre bzw. in Wasserschutzgebieten alle 2 ½
Jahre fällig. Darüber hinaus kann die zuständige Behörde im Bedarfsfall jederzeit eine entsprechende
Prüfung anordnen.

Auch bei der Stilllegung von Erdtanks jeder Größe sowie von Kellertankanlagen ab 10.000 Litern
Fassungsvolumen, erfolgt im Anschluss der Arbeiten eine Prüfung durch einen zugelassenen Sach-
verständigen.
Dies gilt auch, wenn eine stillgelegte Tankanlage wieder in Betrieb genommen werden soll.


Vorgehensweise

Bei Erdtanks wird zunächst die Schachtabdeckung geöffnet, wobei bei befahrbaren Flächen ein
besonderes Augenmerk auf die Belastbarkeit und die Beschaffenheit der Schachtabdeckung gelegt
wird. Anschließend werden der Tankdomdeckel sowie die vorhandenen Armaturen im Domschacht
überprüft. Bestandteil des zu erstellenden Gutachtens ist ebenso die Prüfung der Überfüllsicherung
(Grenzwertgeber), wie die Dichtheit der Anschlussgarnitur der Kupferleitungen im Domschacht.
Im Falle von Leckanzeigegeräten mit Flüssigkeitsüberwachung, wird der Durchfluss am Prüfhahn im
Domschacht begutachtet. Bei Tanks mit einer Kunststoff-Innenhülle werden die Anschlüsse der
Vakuumleitungen am Tank und im weiteren Verlauf bis zum Leckanzeiger überprüft. Die ölführenden
Leitungen werden am Anschluss im Tankdomschacht auf Dichtheit überprüft. Sind diese Leitungen
nicht einsehbar, kann eine Druckprobe der Leitung durchgeführt werden. Sie gibt Aufschluss über
die Dichtheit der Leitungen.

Im Anschluss daran werden die Armaturen und Leitungen sowie der Leckanzeiger im Gebäude begut-
achtet. Konkret wird hierbei auf den Verlauf und Anschluss der Ölleitungen am Ölfilter sowie auf die
Funktion des Leckanzeigers geachtet.

Im Falle eines Kellertanks wird zunächst der Einstieg in den Tankraum einer Prüfung unterzogen.
Das Hauptaugenmerk liegt in erster Linie auf der Einstiegstür und deren Beständigkeit gegenüber
Feuer sowie deren selbständiges Schließen. Anschließend steigt der Prüfer in den Tankraum und
kontrolliert die Beschaffenheit des Auffangraumes. Unter anderem müssen der ölbeständige Anstrich
des Raumes, auch unterhalb des Tanks, sowie die Seitenwände (3-fach-Anstrich) tadellos sein.
Vorgeschriebene Hohlkehlen in den Wandübergängen müssen vorgesehen sein. Unzulässig sind Ein-
bauten oder Rohrdurchführungen. Ebenso wie bei Erdtanks ist eine Kontrolle der Rohrleitungen und
Ölleitungen sowie des Grenzwertgebers fester Bestandteil der Prüfung. Bei Kellertanks wird darüber
hinaus auch überprüft, ob eine sogenannte Hebesicherung im höchsten Punkt der Rohrleitung und
eine Überdrucksicherung (Berstsicherung) existiert.

Abschließend folgt ein Prüfgutachten bzw. Prüfbericht, der an die jeweilige Behörde sowie den Betrei-
ber weitergeleitet wird.


Anmerkungen

Da die oben genannten Tanks prüfpflichtig sind, sollte eine Prüfung im vorgeschriebenen Zeitraum
auf jeden Fall beauftragt werden. Dies gilt auch für sogenannte „nicht gemeldete” Anlagen.
Wer dies nicht beachtet, macht sich strafbar. Sollte es in diesem Zusammenhang z.B. zu einem Öl-
schaden kommen, entfällt der Versicherungsschutz.
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